Arthrosetherapie

 

 

Arthrose = Gelenksabnützung durch Knorpelabrieb

Zunehmende Gelenksabnützung führt zu vermehrtem Knorpelabrieb und damit zu einem Entzündungsreiz und Schmerzen. Sämtliche Gelenke können betroffen sein, am häufigsten sind die Beschwerden am Kniegelenk (Gonarthrose), bei kleinen Gelenken am Daumensattelgelenk (Rhizarthrose).

Grad 1
Grad 2
Grad 3
Grad 4

Risikofaktoren:

  • Überlastung
  • Übergewicht
  • Verletzungen
  • angeborene und erworbene Fehlstellungen
  • entzündliche Gelenkserkrankungen
  • Alter

Symptome:

  • Schmerzen bei Belastung
  • Anlaufschmerz
  • Ruheschmerz
  • Schwellung (Erguss)
  • Einschränkung der Beweglichkeit

Die Therapie stützt sich auf allgemeine Maßnahmen wie: Belastung und sportliche Aktivitäten anpassen, Gewicht reduzieren, Heilgymnastik ("Knorpelturnen"), weiters entzündungshemmende Medikamente zum Schlucken sowie Infiltrationen. Die direkte Applikation von Substanzen zum Entzündungsab- und Knorpelaufbau zeigt speziell bei beginnender Arthrose die intensivste und am längsten anhaltende Wirkung.
Ist die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten, kann eine Arthroskopie sinnvoll sein.


In der Ordination biete ich folgende Infiltrationskuren  zum Knorpelaufbau an:

  • Hyaluronsäure

Hyaluronsäure als Bestandteil des Knorpels führt durch gute viskoelastische Eigenschaften zu einer Verbesserung der Gleitfähigkeit. Dadurch wird die Reibung im Gelenk reduziert, die Entzündung bekämpft und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamt. Diese Therapie ist auch für höhergradige Arthrosen geeignet.

Die Kur besteht aus 5 Injektionen in das Gelenk, die ein Mal wöchentlich durchgeführt werden.
Die Wirkdauer beträgt ca. 6 - 12 Monate.

 

NEU: Hyaluronsäure als einmalige Injektion mit gleicher Wirkdauer!

  • Orthokin

Eine neue Behandlungsmethode, die durch Einsatz von körpereigenen Proteinen das Fortschreiten der Gelenkzerstörung verhindern kann: Interleukin-1 (IL-1), ein körpereigenes Eiweiß, spielt im Gelenk eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Entzündung und Knorpelabbau. Wenn man diesen Stoff hemmt , kann man das Fortschreiten der Arthrose aufhalten, jedoch nicht heilen. Der Körper produziert einen Hemmstoff gegen IL-1 (Interleukin-1-Rezeptor-Antagonist), der aber im Gelenk nicht in genügender Menge vorhanden ist. 

Die Orthokin-Therapie wird mit Eigenblut durchgeführt: körpereigener IL-1Ra wird direkt ins betroffene Gelenk infiltriert. Durch eine Blutabnahme mit einer Spezialspritze wird die Produktion von Interleukin-1-Rezeptorantagonisten stimuliert. Das mit dem Arthrose-Hemmstoff angereicherte körpereigene Medikament wird in 6  bis 8 Dosen ein Mal wöchentlich direkt in das Gelenk verabreicht.

Die Wirksamkeit der Orthokin-Therapie zeigt sich in der Regel nach 4-6 Wochen, die Wirkdauer beträgt je nach Schweregrad der Erkrankung bis zu 2 Jahre, manchmal sogar länger.

Solange noch gesunde Knorpelzellen vorhanden sind, können die körpereigenen Hemmstoff-Proteine ihre natürliche Aufgabe erfüllen und Knorpelschäden, Entzündungen und Schmerz verhindern.

  • ACP

Die Behandlung mit autologem conditioniertem Plasma (ACP) stellt ein weiteres neuartiges Verfahren dar, welches sich die Selbstheilungs- und Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers zu Nutze macht.

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die im Eigenblut enthaltenen Wachstumsfaktoren unterschiedliche Heilungsvorgänge positiv beeinflussen können. Darauf beruht die Wirkung der ACP-Therapie: auf dem Freisetzen der Wachstumsfaktoren aus den Thrombozyten (Blutplättchen).

Die Blutplättchen werden außerhalb der Blutbahn aktiviert und setzen verschiedene wachstumsfördernde Proteine frei. Durch diese Wachstumsfaktoren werden an der Injektionsstelle Heilungs- und Aufbauprozesse an geschädigtem Gelenkknorpel und Bandstrukturen eingeleitet.

Durch eine speziell eintwickelte Doppelspritze ist die sterile Gewinnung und sterile Injektion der Wachstumsfaktoren gewährleistet.

 

Anwendungsgebiete:

  • leichte bis mittelschwere Arthrosen von großen und kleinen Gelenken
  • chronische Entzündungen an Sehnen- und Muskelansatzpunkten (Tennis-, Golferellbogen, Achillessehne)
  • frische Verletzungen (Muskelfaserriss, Rupturen oder Teilrupturen von Bändern)
  • zur Heilungsbeschleunigung nach Operationen (Kreuzband, Rotatorenmanschette, Knorpeloperationen)

Vorteile:

  • nutzt die körpereigenen Regenerationskräfte
  • empfohlen bei leichten bis mittleren Arthrosen und bei Sehnenschmerzen
  • Konzentration von Wachstumsfaktoren im Blut
  • keine Nebenwirkungen, da körpereigener Heilungsmechanismus eingesetzt wird
  • sicheres Verfahren durch Spezialspritze

Injektionen in große Gelenke werden unter sterilen Bedingungen wie im OP durchgeführt! 

Diese Methoden sind geeignet für große (Schulter-, Hüft-, Knie- Sprunggelenke) und kleine Gelenke (Daumensattel-, Großzehengrundgelenk, Zwischenwirbelgelenke).